Biographie

Lineup:  Roger Kirchner (Guitars)  | Fabian Guschlbauer (Guitars) Bernd Kombrink (Vocals)  Guntram Berger (Bass) | Erik Stegmaier (Drums)

Die Band entstand Ende 1990 aus einer Vorgängerformation, die 1988 von Roger Kirchner und Jörg Bartelt (beide Gitarre) gegründet wurde. 1989 stießen dann Erik Stegmaier (Schlagzeug) und Kristian Hahn (Gesang) dazu und die Band nannte sich fortan Raise Hell. Verschrieb man sich anfangs noch relativ eingängigem Thrash Metal, so änderte sich dies, als durch einen Besetzungswechsel am Bass auch ein Musikstilwechsel erfolgte. Die Band orientierte sich nunmehr in Richtung technisch anspruchsvolleren Death Metal und benannte sich in Apophis um.

Nach dem im Proberaum einer befreundeten Band aufgenommenen Demo Missed Abortion (1991), das auf der heimischen Anlage kopiert wurde und mit selbst fertigzumalendem Cover etwa 50 Mal unter die Leute gebracht wurde, nahm die Band im Dezember 1992 ihre erste Mini-CD Gateway to the Underworld im Tonstudio Gress in Göppingen auf, die ursprünglich als Demo und Bewerbungstape Verwendung finden sollte. Die CD wurde von SPV und Nuclear Blast vertrieben und fand bis dato etwa 2000 neue Besitzer.

In der Zwischenzeit gab Apophis zahlreiche Gigs unter anderem auch im Vorprogramm von Pungent Stench, Crematory, Krabathor, Sinister, Fleshcrawl, Disgrace, Sacrosanct.

Da die Suche nach einer Plattenfirma nicht erfolgreich verlief, gründete die Band die Plattenfirma Contraption Records, um den Nachfolger von Gateway to the Underworld selbst zu finanzieren. Man schloss sich also mit dem neuen Bassisten Marcus Köchl im Juni 1996 ins Tonstudio MM Musicproductions in Aalen ein und nahm Down in the Valley auf, die dann im Dezember 1996 erschien. Als Vertriebe konnten Last Episode und Intercord gewonnen werden.

Im September 1997 nahmen Apophis dann ihre Promo-CD 1997 im Fautspacher Nightmare Studio auf, mit deren Hilfe im Frühjahr endlich der längst überfällige Plattenvertrag abgeschlossen werden konnte. In Morbid Records wurde ein Vertragspartner gefunden, von dem sich die Band viel erhoffte. Auch Morbid Records erwarteten einiges und schickten die Band im Juni 1998 nach Hlohovec in die Slowakei, wo sie im dortigen Exponent Studio ihre neue CD Heliopolis aufnahmen, wobei sich Roger und Jörg das Einspielen des Basses teilten. Diese CD, die die konsequente musikalische Weiterentwicklung der Band seit Down in the Valley bestens dokumentiert, erschien am 23. November 1998 in Europa und Anfang 1999 in den USA über Pavement Music und wurde über Morbid Records und SPV vertrieben. Die internationale Presse nahm dieses Album sehr gut auf, wenn sich auch einige am metaluntypischen Cover störten.

Die wichtigsten Konzerte in dieser Phase waren das Summer Breeze 2000 und die Deutschland-Tour mit Sinister. Zwischenzeitlich löste die Band in gegenseitigem Einverständnis den Vertrag mit Morbid Records auf.

Nachdem Apophis 2000/2001 über neuen Songs gebrütete hatte, ging die Band im August 2001 erneut ins Exponent Studio in Hlohovec, um den Nachfolger von Heliopolis einzuspielen. Jedoch stiegen kurz darauf Peter und Gert aus, wodurch die Band und die CD erst mal auf Eis lagen. Im August/September 2002 machte sich Roger auf die Suche nach neuen Musikern, um Apophis wiederzubeleben. 

2003 nahm die Band dann den tatsächlichen Nachfolger von Heliopolis mit neuen Songs auf: I Am Your Blindness wurde über Supreme Chaos Records veröffentlicht und von der Presse begeistert aufgenommen. Seitdem wurden nur einzelne Gigs mit Fabian Guschlbauer als Gitarristen neben Roger Kirchner und wechselnden Livebassisten gespielt.

2018 begann die Band in London und Aalen mit den Aufnahmen von acht Songs für ihr nächstes Album Excess, die den Hörer wieder in die ersten Tage des Death Metal zurückversetzen werden und zugleich in modernem Sound auftrumpfen. Das Album wurde von Roger Kirchner und Dan Baune produziert und von Dan Swanö im Unisound Studio gemastert. Inzwischen fand die Band in Transcending Obscurity Records eine Plattenfirma und in Guntram Berger einen neuen Bassisten, der allerdings nicht auf den Aufnahmen zu hören ist. Durch die anhaltende Corona-Pandemie verschiebt sich die Veröffentlichung des Albums Excess.

Discographie

Alben

1993: Gateway to the Underworld
1996: Down in the Valley
1998: Heliopolis
2005: I am your Blindness

Demo

1991: Missed Abortion (Demo)